Rwanda - das Land

Rwanda – das Land der tausend Hügel

Rwanda ist ein kleines Land im Herzen Afrikas. Mit einer Fläche von 26.300 km² ist Rwanda gerade mal halb so groß wie Bayern. Wegen seiner Landschaft wird Rwanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Das Land liegt auf einer Hochebene und hat deshalb trotz Äquatornähe ein mildes Klima. Rwanda hat etwa 12 Millionen Einwohner und ist damit eines der am dichtesten besiedelten Länder Afrikas. Die Landwirtschaft bildet für 90% der RwanderInnen die Lebensgrundlage. Angebaut werden häufig Bananensorten, Bohnen, Süsskartoffeln, Maniok und viele Obstsorten. Doch da die Bevölkerung wächst, wird der Boden knapp. Traditionell war Rwanda sehr ländlich geprägt, doch in den vergangenen Jahren ist der Anteil an Menschen, die in der Stadt leben, rasant angestiegen.

Die drei Volksstämme (Hutu, Tutsi und Twa) leben miteinander, sprechen dieselbe Sprache (Kinyarwanda) und haben die gleiche Kultur. Die politische Elite schürte Anfang der neunziger Jahre Hass und Extremismus, der 1994 in einen grausamen Völkermord gipfelte. Hierbei kamen in kurzer Zeit fast eine Million Menschen ums Leben, ebenso viele flüchteten in die angrenzenden Länder.

Frieden und Versöhnung sind wichtige Themen in der rwandischen Gesellschaft und damit auch bei der AGR (Association des Guides du Rwanda).

Wer weitere Informationen über das Land Rwanda und seine Geschichte erfahren möchte, findet in dieser Liste ein passendes Buch. Ihr könnt euch auch an den AK Rwanda wenden. Er hilft euch sehr gerne weiter.

Gerechte Geschenke

Eine Ziege zum Geburtstag? Eine Schuluniform zu Weihnachten? Und ein bisschen Nähzeug vom Osterhasen?
Klingt komisch, aber damit könnt ihr Menschen in Ruanda direkt helfen.
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Literatur zu Rwanda

Literatur zu Rwanda


Rosamond Halsey Carr:
Land der tausend Hügel,
Ein Leben in Afrika
(Spannende Biografie)

Philip Gourevitch:
Wir möchten Ihnen mitteilen, dass wir morgen mit unseren Familien umgebracht werden
Berichte aus Ruanda
(Porträts von RuanderInnen nach dem Völkermord)

Uwe Hoering:
Hutu und Tutsi
Der Völkermord hätte verhindert werden können, befand ein UN-Bericht
(Leicht und schnell lesbares Sachbuch, zur Einführung geeignet)

Hildegard Schürings (Hg.):
Ein Volk verlässt sein Land - Krieg und Völkermord in Ruanda
(Historische, politische und persönliche Aufarbeitung des Völkermords)

Véronique Tadjo:
Der Schatten Gottes
Reise ans Ende Ruandas
(Schilderungen persönlicher Eindrücke der ruandischen Gegenwart)

Gaile Parkin:
Kuchenbacken in Kigali
(Roman, der die Geschichte einer professionellen Kuchenbäckerin erzählt)

Jesko Johannsen:
Simon in Rwanda („Die Abreise“ / „Geschichten aus Afrika“ / „Der Plastiktütenfußball“)
(Kinderbücher mit vielen bunten Bildern über die Abenteuer von Simon, der mit seiner Familie nach Rwanda zieht)

Célestin Muyombano:
Ruanda: Die historischen Ursachen des Bürgerkrieges
(Sachbuch)

Lukas Bärfuss:
Hundert Tage
(Roman über die Erlebnisse eines schweizerischen Entwicklungshelfers während des Genozids)

Bartholomäus Grill:
Ach, Afrika (Berichte aus dem Inneren eines Kontinents)
(Sammlung von Kurztexten zu Afrika, auch zu Ruanda)